Klasse 5a

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BESUCH AUS TRALIEN
Theaterbesuch der 5. Klassen in der „Schauburg“
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Durch die theaterpädagogischen Unterrichtseinheiten, die Frau Blechner wöchentlich erteilt, haben alle Schüler und Schülerinnen aus der 5a bereits viele Erfahrungen im Bereich Theaterarbeit gesammelt. Nun konnten die Kinder ihr Vorwissen bei einem Theaterbesuch vertiefen.

Am 19.03.2019 stattete die 5a dem Kinder- und Jugendtheater „Schauburg“ einen Besuch ab. Dort sahen die Schüler und Schülerinnen das Stück „Besuch aus Tralien“ von Martin Baltscheit an. In diesem geht es um Austauschschüler Dave, der zu seiner Gastfamilie nach München kommt und dort große Anpassungsschwierigkeiten hat. Denn Dave ist kein normaler Junge. Er ist eine Art Krokodil und passt mit seinem außergewöhnlichen Look sowie seinen eigenwilligen Angewohnheiten nicht wirklich in die Landeshauptstadt. Besonders seltsam finden seine Gasteltern es, dass er sich zum Schlafen in den Gartenteich legt und am liebsten lebendige Hühner verzehrt. Anfangs stößt er daher auf Ablehnung und Intoleranz – auch in der Schule. Dort fällt er nicht nur wegen seines Aussehens auf, sondern auch aufgrund seiner fremden Kultur. So schläft Dave ständig, kann sich nicht auf Deutsch verständigen, legt sich bei Regenwetter in die Pfützen auf dem Schulhof und schleudert das Essen in der Schulkantine umher. Schnell fordert der Rektor von den Gasteltern, dass sie Dave zu einem „echten Deutschen“ machen sollen, um das Problem der Integration endgültig zu lösen. Dave wird also in Lederhosen gesteckt, um ihn anzupassen und ihm ein wenig bayrisches Kulturgut zu vermitteln. Doch auch das ändert nichts am eigentlichen Problem. Erst als die Gasteltern dazu aufgefordert werden IHRE Einstellung zu überdenken und sich auf die fremde Kultur ihres Austauschkindes einzulassen, gelingt die Annäherung.

Im Laufe des kurzweiligen Stückes wurde das „anders sein“ näher betrachtet sowie auf Ängste und Vorurteile eingegangen. Besonders im Gedächtnis blieb den 5. Klässlern dabei das Wort „Koi“ aus Daves Muttersprache. Es bedeutet so viel wie: „Wir sind alle Teil eines großen Ganzen– egal wo wir herkommen und wie wir aussehen!“
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Klasse 5a einiges von Dave und seinen Gasteltern lernen konnte – nicht nur im Bereich Theaterpädagogik, sondern auch für das Zusammenleben an unserer Schule.
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